суббота, 26 сентября 2009 г.

Falsche Behandlung tötet Tausende Pflegepatienten

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,229433,00.html

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,229433,00.html
Tausende Menschen sterben jährlich in deutschen Pflegeheimen an den Folgen falscher Behandlung. Das ergab einem Zeitungsbericht zufolge eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover.

Hannover - Nach Untersuchungen an fast 17.000 Leichen kam Joachim Eidam, Rechtsmediziner an der Medizinischen Hochschule in Hannover, offenbar zu einem erschreckenden Ergebnis: Bei nahezu 14 Prozent der Patienten, berichtet die "Bild am Sonntag", habe er "Pflegeschäden" festgestellt. Hauptsächlich habe es sich dabei um Druckgeschwüre gehandelt, die häufig bei bettlägerigen Menschen aufträten. Bei einem Prozent der Untersuchten, also fast 200 Personen, seien die Verletzungen so schwer gewesen, dass sie auch als Todesursache in Frage kämen.

Das Krematorium Lahe bei Hannover, wo Eidam seine Untersuchungen angestellt habe, weist dem Bericht zufolge jährlich 240 Leichen zurück, jede fünfte wegen mutmaßlicher Pflegemängel. Die Zahlen habe Eidam bei einem Vortrag im niedersächsischen Landtag vor einer Arbeitsgemeinschaft der SPD zum Thema "Wundliegen" genannt.

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe geht laut "Bild am Sonntag" von bundesweit jährlich rund 10.000 Todesfällen durch Druckgeschwüre aus. Außerdem litten bis zu 80 Prozent der Senioren in Pflegeheimen an Unterernährung.

Kritik an den Pflegeeinrichtungen äußerten dem Bericht zufolge auch die Krankenkassen: Bei einer Qualitätsprüfung in 150 niedersächsischen Heimen seien bei rund einem Drittel "erhebliche Mängel" im Umgang mit Patienten festgestellt worden, sagte Günther Mackerey, Vorstand der Innungskrankenkassen beim Landesverband Niedersachsen. Die häufigsten Probleme seien Austrocknung, Wundliegen und schlechte Medikamentenversorgung.